Madeira, die Blumeninsel! Ein Reiseblog

© yovelino

Madeira lockt bereits in den Wintermonaten mit frühlingshaften Temperaturen und ist ganzjährig von subtropischem Klima gekennzeichnet. Die verschwenderische Blütenpracht, gut ausgebaute Wanderwege und Hotels mit Wanderangeboten haben die Insel zu einem Wanderparadies werden lassen. 

Wir machen den Test und stellen einige Routen vor.

my_location59 kmFortgeschritten
labelPortugal
label_outlineMadeira

Verlauf / Etappen - Madeira, die Blumeninsel! Ein Reiseblog

Als Ausgangspunkt für die Wanderungen eignen sich beispielsweise die folgenden Hotels:

Die Hotels liegen im Südwesten der Insel und bieten die beschriebenen Touren für relativ kleines Budget auch mit Guide an. 

Caldeirão Verde (13,3km)

Eine besondere Wanderung auf der Blumeninsel erwartet sie von Santana aus: Der Caldeirão Verde. Die Stadt Santana erreichen Sie mit dem Bus oder dem Auto in gut zwei Stunden von Funchal. 

In Santana angekommen wandern sie Ortsauswärts in Richtung Queimadas. Am Parkplatz sehen Sie bereits die Strohgedeckten Häuser. Hier beginnt die Wanderung. Folgen Sie nun immer dem rotgelben Schild. 

Ihr Weg führt Sie entlang der Levada, im 20 Jahrhundert angelegten Wasserkanäle, die zur Versorgung des Südens mit Wasser dienten.  Die Kanäle liegen größtenteils direkt in der Felswand und erfordern etwas Mut bei der Begehung, denn auf der anderen Seite geht es steil bergab. Diese Stellen sind jedoch mit Zäunen gesichert.

Sie queren vier Tunnel, eine Taschenlampe ist hilfreich und mehrere kleine Wasserfälle.

Unterwegs werden Sie feststellen wie dicht bewaldet der Norden der Insel ist, fast urwald ähnlich ranken sich Pflanzen und Bäume an den steilen Felswänden entlang und das Tal wird seinem Namen "grüner Kessel" gerecht. 

Kurz vor dem Abzweig zum Caldeirão do Inferno, biegen Sie links hinauf und sehen nach 100 Metern einen Kessel der von einem Wasserfall dominiert wird. Ganz hartgesottene baden im kleinen Teich davor und kühlen sich ab. Alle andere picknicken davor und verschnaufen. Nach ihrer Rast gehen Sie den gleichen Weg zurück oder wandern in 2 Stunden zum Caldeirão do Inferno.

 

Levada do Moinho/Levada Nova - Ponto do Sol (10km)

Direkt hinter der kleinen Heilig-Geist-Kapelle in Lombada beginnt die Wanderung. Sie laufen noch ein paar Meter durch den Ort bevor sie in das vor ihnen liegende Tal der Ribeira da Ponta do Sol gelangen und direkt auf die Levada do Moinho stoßen. Entlang der Wasserrinne wandern sie an noch bewirtschafteten Terassenfeldern entlang und stoßen tiefer in das grüne Tal.

Zum großen Teil ist die Levada ungesichert und erfordert festes Schuhwerk. Schwindelfreiheit ist unerläßlich. Auf ihrem Weg wird der Wald immer dichter und der Kanal zieht sich steil am Berghang entlang, ein Wasserfall kreuzt ihren Weg. Die Durchquerung ist jedoch mit einem kleinem Vordach vor allzu großer Nässe gesichert. Nach gut 1,5 Stunden erreichen sie eine kleine, steile Treppe. Mit ihr überwinden sie gut 30 Meter an Höhe und gelangen zur Levada Nova. Links der Treppe gelangen sie zur Quelle der Levada. Dieser Ursprung bietet die Möglichkeit zur Halbzeitpause.

Nach ihrer Rast gehen sie die oberen Levada wieder talauswärts entlang. Das am Horizont liegende Meer weist Ihnen den Weg. Nach einigen Minuten eröffnet sich in einer Linkskurve ein großer Kessel, in deren Felswand Logiaartig die Levada eingehauen wurde. In der Mitte des Kessels donnert ohrenbetäubend ein Wasserfall in die Tiefe. Kurz nach dem Wasserfall schließt sich ein 200 Meter langer Tuner an. Nach dem verlassen des Tunnels sind bereits die ersten Häuser von Lombada da Ponta do Sol in Sichtweite. Jedoch müssen sie vor erreichen der Ortschaft noch an der steilen Felswand entlang gehen. Links der Fels, rechts der Abgrund. Atemberaubend bei schöner Sicht und gutem Wetter. Im Ort angekommen gehen sie auf schmalen Wegen treppabwärts zurück ins Dorf und sehen bereits die Kirche, die schnell erreicht ist.  

 

25 Fontanes (8km/16km)

Die heutige Wandertour gehört ohne Zweifel zu den schönsten Wandertouren auf Madeira. Vom Parkplatz an der Estrada Regional 211 gehen Sie entlang der Ausschilderung PR 6 immer in Richtung “25 Fontes”. Nach einem kurzen Anstieg gelangen sie zur Levada do Risco. Dieser folgen Sie bergab immer auf dem breiten und  gut ausgebauten Weg. Nach gut einer Stunde erreichen Sie einen etwa  800 meter langen Reitertunnel, den Sie aufrecht durchqueren können. Am Ausgang des Tunnels biegt der Weg nach links ab und sie haben einen wundervollen Blick in das vor ihnen liegende Tal. Bemerkenswert ist auch die Fülle an unterschiedlichen, immergrünen Blumen und Pflanzen die Sie erwartet.  Nach einer kurzen bergauf und bergab Etappe, gelangen Sie über eine Brücke -rechts rauscht ein Wasserfall herab - schließlich zu den 25 Quellen. Ein kleiner See vor der steilen Felswand ergänzt das durchaus romantische Fleckchen Erde und lädt zum Picknick oder Innehalten ein. Wer dieses schöne Örtchen in aller Ruhe genießen möchte, sollte sich bereits in den frühen Morgenstunden auf den Weg machen, denn der Wanderweg ist überaus beliebt und daher oftmals sehr überlaufen. Um zum Parkplatz zurück zu gelangen laufen Sie einfach den gleichen Wanderweg zurück.

Wer jedoch noch etwas die Landschaft erkunden möchte läuft bis zur Brücke, die über die Rebeira Grande führt zurück und nimmt nach ca 10 min. die Treppe bergauf und wandert über das Forsthaus Rabacal bis zum Parkplatz an der E110. Ab dem Forsthaus verkehrt ein kostenpflichtiger Shuttlebus der Sie zum Parkplatz bringt.

 

Die Halbinsel São Lourenço (8km)

Felsig geht es auf der heutigen Wanderung zu. Bereits bei Ihrem Anflug auf Madeira haben Sie einen ersten Blick auf dieses Zipfel werfen können. Ab dem Parkplatz Baia d´Abra (Sie erreichen Ihn mit dem Auto über die VR 1 oder mit dem Bus 113) wandern Sie den kleinen Pfad, PR 8 Cais do Sardinho, entlang talabwärts, bis Sie über einen Bohlenweg das Tal erreichen. Bereits von hier aus haben Sie einen tollen Blick auf die Halbinsel und das Meer. Sie erreichen nach einem kurzen Aufstieg den ersten Aussichtspunkt und haben ein weiteres Mal einen Blick auf die schroffe Felsenlandschaft. Nach einer kurzen Pause wird es nun sportlich. Über einen gesichtern stufigen sehr steilen Aufstieg erreichen Sie einen weiteren Aussichtspunkt. Nach einem kurzen “Weitblick” geht es wieder bergab und Sie sehen bereits die Casa do Sardinho. Sie liegt wie eine kleine Oase auf der schroffen bewaldeten Landzunge. Bevor Sie das Haus erreichen zweigt der Weg nach links ab und wird so zum kleinen Rundweg. Am Haus angekommen, heißt es tief durchatmen. Wieder geht es steil 160 meter bergauf und über einen stufig mit Holzbohlen gesicherten Weg erreichen Sie den Morro de Furado. Vom Gipfel genießen Sie einen spektakulären Rundumblick auf die Halbinsel. Ein idealer Punkt zum Pausieren. Von hieraus sehen Sie die vorgelagerten Inseln Porto Santo und die Desertas Inseln. Auf dem gleiche Weg gehen Sie zurück, haben jedoch noch die Möglichkeit einen kurzen Abstecher zur Vogelbeobachtungshütte, dem steinigen Strand oder an den kleinen Schiffsanleger zu machen.

 

Entlang der Steilküste von Machico bis nach Porto da Cruz (12 km)

Diese Wanderung ist etwas ganz Besonderes. Sie führt von Machico im Osten der Insel über steile Klippenwege bis nach Porto da Cruz im Norden. Ausgangspunkt ist die Levada do Chaniçal die direkt an der ER 109 beginnt. Sie folgen der Levada bis Tief in die Rebeira Seca Schlucht hinein. Entlang an kleinen privat bewirtschafteten Hanggärten geht es leicht bergauf bis zum Boca do Risco. Von hier oben haben Sie eine Aussicht auf die ersten Felsen der Nordküste und den vor ihnen liegenden Weg entlang der Steilküste. Folgen sie nun den Hinweisschildern in Richtung Larano. Sie wandern nun gut eine Stunde entlang der Steilküste und haben einen fantastischen Weitblick auf das Meer und die bizarr geformte Steilküste. Vor ihnen liegt bereits in Sichtweite unser Wanderziel Porto da Cruz. Jedoch dauert es noch eine gute Weile bis es erreicht ist. Auf engen Pfaden geht es entlang der schroffen Felsen. Nach Regenfällen kann es sein, dass der Weg von Wasserfällen für eine kleine Dusche sorgt und den Steg rutschig und schwierig macht. Die ersten Häuser von Loran tauchen bald auf und Sie verlassen die Küste und wandern leicht landeinwärts. Sie laufen nun auf einer Teerstraße entlang. Nach gut 500 Metern kommt links ein kleiner Pfad mit eine paar Stufen. Sie können diese Abkürzung nehmen oder laufen weiter auf der Straße und erreichen so die ersten Häuser von Porto. Steil bergab geht es jetzt auf Treppen wieder in Richtung Küste. Sie überqueren einen Bachlauf und laufen auf der anderen Bachseite Richtung Uferweg. An der kleinen Uferpromenade befinden sich einige Restaurants und Bars, die auf ihre Gäste warten und Sie herzlich Willkommen heißen.

In Porto da Cruz befindet sich eine schönes Strandbad mit allem Komfort. Es bildet eine alternative zur steinigen Küste. Der Bus Nr. 53, fährt vom Dorfplatz ab,  bringt Sie zurück nach Machico oder weiter bis nach Funchal.

Diese Wanderung eignet sich hervorragend um dem Regen im Süden auszuweichen. Die Wolken bleiben an den Bergen hängen und sorgen meist dafür, dass der Norden noch sonnig ist, wenn es im Süden sintflutartige Regenfälle gibt.

Liebe Wander- und Radfreunde, wie Ihr vielleicht schon mitbekommen habt, werden auf dieser Website keine persönlichen Daten gesammelt. Ebenso wird euer Erlebnis und eure Tourplanung hier nicht durch Werbung gestört. Wenn euch der Service und die Qualität von Yovelino gefällt und so wie uns am Herzen liegt, könnt Ihr uns unterstützen, indem Ihr Buchungen für eure Reise direkt über die hier hinterlegten Links vornehmt. Vielen Dank für euren Besuch, viel Spaß beim Stöbern und Planen.

Madeira, die Blumeninsel! Ein Reiseblog - Führungen, Ausflüge, Sehenswürdigkeiten:

Bücher und Kartenmaterial

* Bei den Preisen handelt es sich um den günstigsten Preis der Unterkunft. Konkrete Preise können je nach Reisedatum stark abweichen. Diese Übersicht gibt keine Auskunft zur konkreten Verfügbarkeit der Unterkunft.
* Alle Angaben zur Strecke sind Näherungswerte, die sich aus der Berechnung der zur Verfügung stehenden GPS-Daten und den von Google abgerufenen Höhenangaben ergeben.