Schluchtensteig

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Durch Klamm und über Kamm durch den Schwarzwald

Entlang der Wutach und der Wehra tun sich im südlichen Schwarzwald in Baden-Württemberg einige der romantischsten und spannendsten Schluchten Deutschlands auf, die es zu entdecken gilt. Kaum ein Wanderweg wäre dafür besser geeignet als der Schluchtensteig. Der Weg durch den größten Canyon der Bundesrepublik führt auf 118 km und insgesamt sechs Etappen von Stühlingen nach Wehr und zeichnet sich durch seine unverwechselbare Vielfalt aus. Die Mannigfaltigkeit an erstklassigen Aussichtspunkten, dichten Forsten, aufregenden Felsformationen, wilden Bächen, Seen und Wasserfällen lässt kaum einen Wunsch offen. Diese sehenswerte, natürliche Diversität verlangt dem Wanderer jedoch einiges an Kraft ab, weshalb der Schluchtensteig gemeinhin als recht schwierig kategorisiert wird und deshalb ein gewisses Maß an Wandererfahrung erfordert.

my_location118 kmProfi
labelDeutschland
label_outlineBaden-Würtemberg

Unterkünfte - Schluchtensteig*

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    Höhenprofil - Schluchtensteig*

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    Länge
    km
    Tiefster Punkt
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    Verlauf / Etappen - Schluchtensteig

    Sie starten in Stühlingen, wo sich vor dem Aufbruch ein Abstecher in das ansässige Kapuzinerkloster lohnt, deren Schwestern und Brüder herzlich dazu einladen, das Klosterleben hautnah mitzuerleben. Sie verlassen anschließend den Ort und wandern entlang der Grenze zur Schweiz. Dabei begleitet Sie zunächst die Wutach, die Ihnen auch den Weg zur Wutachschlucht und zur Sauschwänzlelbahn weist. Des Weiteren besteigen Sie den wunderbaren Aussichtspunkt Wutachflühen, bevor Sie anschließend Ihr erstes Etappenziel Blumberg erreichen.

    Die historische Stadt, deren Ursprünge in der Steinzeit zu verorten sind, besticht vor allem mit ihren schönen Kirchen. Diese und viele weitere sehenswerten Ecken der Stadt kann man zum Beispiel bei einer Führung näher kennenlernen. Nachdem Sie Blumberg und seine Stadtgeschichte erlebt haben, verlassen Sie den Ort entlang des Mühlengrabens. Sie begegnen erneut der Wutach, die Sie für kurze Zeit hinter sich ließen und wandern weiter zum nächsten Etappenziel. Dabei durchqueren Sie unter anderem über Stufen und Leitern die Schlucht des Schleifenbachs, wobei Sie auch die malerischen Schleifenbachfälle entdecken. Vorbei an der Schurhammerhütte, wo sich eine kleine Rast anbietet und über die Dietfurtbrücke geht es daraufhin weiter zur Schattenmühle.

    Die nächste Etappe, die insgesamt 18 km zählt, wird vom Räuberschlössle beziehungsweise von dessen märchenhaften Überresten mitten im Wald eingeläutet. Die Ruinen der einst als uneinnehmbar geltenden Burg versprühen einen mysteriösen, mittelalterlichen Zauber, der Besucher auch heute noch in seinen Bann zieht. Auf dem weiteren Weg liegt das beeindruckende Flusskraftwerk Stallegg, das vor über hundert Jahren gebaut wurde und mittlerweile unter Denkmalschutz steht. Kurze Zeit später wird die Wutach von der Haslach abgelöst, die den Wanderer entlang ihrer Schlucht nach Lenzkirch bringt. Von dort aus erwartet Sie ein recht steiler Anstieg auf die Fischbacher Höchst und ein entsprechender Abstieg bis zum Etappenziel Fischbach.

    Sie wandern anschließend entlang des Ufers des Schluchsees. Der ehemalige Gletschersee, der seit 1932 als Stausee fungiert, bietet eine grandiose Aussicht, Rundfahrten oder aber auch die Möglichkeit, sich selbst ein Boot zu leihen und ihn auf eigene Faust zu erkunden. Nachdem Sie den See zur Hälfte umrundet und einen weiteren anspruchsvollen Anstieg gemeistert haben, stoßen Sie auf das Windbergbächle, dem Sie folgen bis Sie Sankt Blasien erreichen. Der traditionelle Ort im Albtal entstand einst um das Kloster Sankt Blasien und könnte einem Bilderbuch entsprungen sein. Besonders Sehenswert ist der Dom, welcher zu den größten Kuppelkirchen Europas gehört.

    Die fünfte Etappe beginnt mit dem Aufstieg zum Lehenkopf. Hier befindet sich auch ein Aussichtsturm, der Sie für die erklommenen Höhenmeter mit einem sagenhaften Panoramablick belohnt. Nach dem Abstieg nähern Sie sich dem Horbacher Moor und dem Klosterweiher, an dessen Ufer es sich lohnt eine Rast in idyllisch natürlicher Atmosphäre einzulegen. Mit gesammelten Kräften passieren Sie nun das Örtchen Ibach und treffen auf die Wehra, in deren Tal auch ihr Etappenziel Todtmoos liegt, welches Sie kurz darauf erreichen. Der beschauliche Kurort beheimatet die überaus sehenswerte, barocke Wallfahrtskirche unserer lieben Frau und ist Veranstaltungsort des jährlich stattfindenden, faszinierenden Lichterfestes.

    Es geht auf zur letzten Etappe. Diese ist mit rund 23 km die längste des Schluchtensteigs und führt, bis auf ein paar Schlenker, wie zum Schwandbach oder zum Hagenmattgraben, ebenfalls entlang der Wehra. Auch der Endspurt hält einige Meter bergauf und bergab durch die Wehraschlucht und dabei fantastische Ausblicke bereit. Kurz vor dem Ziel Ihrer Reise erreichen Sie den Wehrastausee und die in den Siebzigerjahren entstandene Wehratalsperre. Von hier aus sind es nur noch ungefähr drei Kilometer bis nach Wehr, wo Ihre Reise endet. Hier empfiehlt es sich, das Textilmuseum, das Stadtmuseum oder eine der anderen Sehenswürdigkeiten zu besichtigen, bevor oder nachdem Sie zur Ruhe kommen und Ihre aufregende Wanderung durch die einzigartigen Schluchten des Südschwarzwaldes Revue passieren lassen.

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    Frankenweg

    Frankenweg

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     Vom Rennsteig zur Schwäbischen Alb

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    Altmühltal-Panoramaweg

    Altmühltal-Panoramaweg

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     Von Gunzenhausen bis Bayrisch-China

    Ein Juwel der Wanderwege in Bayern. Der Qualitätsweg zwischen Gunzenhausen und Kelheim, der sich am Verlauf der Altmühl orientiert, bietet dem Wanderer eine visuelle und kulturelle Vielfalt erster Klasse. Über Anhöhen und durch Täler, durch Wälder hindurch und vorbei an einmaligen Felsformationen geht es auf zehn Etappen über insgesamt 200 km von Ort zu Ort. Unterwegs kreuzen wiederholt atemberaubende Ansichten Ihren Weg, die Grund genug sind, die Kamera einzupacken. Der Altmühltal-Panoramaweg wartet mit verschiedensten Sehenswürdigkeiten und Highlights auf, sodass Sie sich vom typisch bayrischen Brauhaus bis zum unerwartet chinesischen Stadtfest auf Gewohntes, aber auch auf allerhand Überraschungen gefasst machen können.

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